viele beschäftigen sich mit diesem Motto und je mehr ich drüber lese oder sehe, dass viele sich damit beschäftigen und versuchen den bekannten Satz immer wieder zu beleben, umso mehr freue ich mich, dass ich mit meiner Meinung zu Mode und Stil nicht ganz alleine bin und viele den Ansicht sind, dass die Dinge, die mich "stören", wirklich störend sind.
Fashion ist wirklich eine interessante und schöne Welt, wobei Ästhetik, Schönheit und Neuheit im Vordergrund steht. Aber wenn man den Blickwinkel wechselt und es als Fashion-Branche sieht geht es im nachhinein um Geld und Trendmacher und Fashionführer sind vor allem Geschäftsmänner.
Wenn man was gutes bewusst ist, lebt man es. Bei Modebewussten ist es aber manchmal sehr gefährlich die Trends zu leben, weil man sich sehr schnell lächerlich machen kann. Denn nicht jeder, der das "Neueste" trägt, sieht auch zwangsläufig gut darin aus und wir wissen alle auch, dass Mode kurzlebig ist. Ein einfaches Beispiel: wer von euch kennt das nicht: die Fotoalbums durchblättern und sich für das Outfit schämen, was man vor 3-4 Jahren getragen hat...
Dieses Thema betrifft nicht nur Frauen, obwohl die Frau von Natur her eher möchte, interessant und auffallend auszusehen. Die modebewusste Männer sind genau so davon "bedroht", durch Mitmachen jedes Trend, ihre Still zu verlieren und irgendwann irgendwas zu werden, was sie gar nicht mochten.
Ich glaube über das Thema kann man endlos diskutieren. Ich habe heute auf GQ die "Zehn Gebote" von Josef Voelk, Geschäftsführer der Berliner Modeinstitution "The Corner Berlin", erklärt seine 10 Stilregeln gelesen und dachte, dass es vielleicht für euch auch interessant sein kann zu lesen, was auch die Heads in der Branche denken. Viel Spaß:
„Stil ist vor allem eine Geisteshaltung und nichts, was sich nur auf Äußeres oder Materielles wie Aussehen oder
Besitztümer reduzieren lässt. In einer von ständigen Angeboten und Möglichkeiten überfüllten Welt, bewundern
wir zunehmend Menschen mit einer unverwechselbaren Identität.“ Josef Voelk erklärt hier seine 10 Stilregeln für Gentlemen.
© Presse Max Ernst Walbersdorf Redakteur MODE & STIL
Josef Voelk, Jahrgang 1944, geboren im österreichischen Arlberg, ist seit 2006 Geschäftsführer des Modegeschäfts The Corner Berlin. Gemeinsam mit Emmanuel de Bayser eröffneten sie damals ihr erstes Geschäft am Gendarmenmarkt. Inzwischen haben sie drei Dependancen in der Hauptstadt - von der The Corner Berlin Men seit 2012 nur für uns Männer vorbehalten ist. Seine Modekarriere startet Voelk in den 80er-Jahren. Er war zum Beispiel Geschäftsführer für das amerikanische Westküstengeschäft von Giorgio Armani und baute später den deutschen Markt mit auf. 2002 kam er endgültig nach Berlin, um fürs Quatier 206 zu arbeiten, bevor er sein eigenes Projekt startete. Das besondere am "The Corner Berlin" ist bis heute die kuratierte Auswahl an Mode, kombiniert mit der galerieartigen Präsentation. Das Konzept geht auf - und die Stores sind inzwischen zu einer echten Institution geworden. Bester Beweis: Wenn Hollywood zur Fashion Week oder Berlinale in der Hauptstadt weilt, dann gehört ein Shopping-Trip fast so sicher zum Tagesprogramm wie der Rote Teppich: Jude Law, Tom Cruise, Katie Holmes, Diane Kruger oder Star-Designer wie Karl Lagerfeld waren schon da. Uns weiht Josef Voelk hier in seine 10 Stilgebote ein:
1. "Gute Umgangsformen, Höflichkeit und Respekt gegenüber seinen Mitmenschen sind die Grundvoraussetzungen für eine Persönlichkeit mit Stil. Eine aufgehaltene Tür macht oft mehr Eindruck als eine brilliantbesetzte Uhr!"
2. "Less is more - vor allem bei Bekleidung. Es gilt, lieber ausgewählt einzukaufen und dafür auf gute Qualität und Design zu achten. Zu viel Auswahl im Kleiderschrank ist nur verwirrend. Diejenigen mit den größten Kleiderschränken gehören oft zu den am schlechtesten angezogenen Personen. Inklusive einiger Hollywoodstars!"
3. "Erkennen Sie Ihren Typ, Ihre Lebensweise und das Umfeld, in dem Sie sich bewegen. Versuchen Sie nicht etwas zu sein, was Sie nicht sind. Ein Büroangestellter ist kein Rockstar. Auch wenn Sie Vorbilder oder Idole haben, sollten Sie doch nie wie eine Kopie wirken."
4. "Grundsätzlich sind Basics, wie gewaschene Haare und geputzte Zähne, sehr hilfreich. Männer sollten jedoch nicht übergepflegt erscheinen. Botox und rasierte Beine sind bei Männern nicht unbedingt sexy."
5. "Eine gewisse Treue zu seinem Stil ist okay. Doch wir befinden uns in einer schnellebigen Zeit. Es kann nicht schaden, seinem Stil ab und an ein Update zu verpassen."
6. "Guten Stil kann man nicht kaufen. Geld ist zwar hilfreich, aber nicht ausschlaggebend für gutes Stilgespür."
7. "Vermitteln Sie nie den Eindruck, als ob Sie zu viel über Ihr Aussehen nachdenken. Selbst wenn das der Fall ist: Guter Stil lebt davon, beiläufig und lässig zu sein. Nur wer nicht angestrengt wirkt, ist wirklich cool."
8. "Versuchen Sie nicht zu sehr ihre Mitmenschen zu beeindrucken. Sollten Sie nicht im Show Business arbeiten, überzeugen Sie lieber auf den zweiten Blick. Ein Mann mit Stil ist kein Angeber!"
9. "Haben Sie Sinn für Humor und nehmen Sie sich selbst nicht zu wichtig!"
10. "Vertreten Sie in Gesellschaft Ihre eigene Meinung und tragen Sie zur Unterhaltung bei. Wer nichts zu sagen hat, kann auch zu Hause bleiben"